19. Nov - Brandalarm Silobrand
Die Feuerwehr Horrenberg-Balzfeld wurden um 8:14Uhr mit dem Stichwort "Starke Rauchentwicklung" in das Gewerbegebiet in Dielheim alarmiert. Am Einsatzort stellte sich heraus, dass sich über einem etwa 10m tiefen Silo, geschrotetes Material gesammelt und durch die dort befindlichen Förderschnecken ein Schwelbrand entwickelt hat. Der Brand wurde durch massiven Einsatz von CO2-Löschsystemen unter Kontrolle gebracht. Anschließend wurde das Material abgetragen und mithilfe einer Wärmebildkamera ein sicherer Zustand festgestellt. Die Ermittlungen ergaben das ein Temperatursensor ausgefallen ist und somit den Brand verursachte.
Im Einsatz befanden sich:
-Freiwillige Feuerwehr Dielheim, Abteilung Horrenberg-Balzfeld mit DIE 2/42, DIE 2/19
-Freiwillige Feuerwehr Dielheim mit DIE 1/10, DIE 1/19, DIE 1/21, DIE 1/42, DIE 1/50, DIE 1/74
-Freiwillige Feuerwehr Rauenberg mit RAU 1/19, RAU 1/44-1
-Freiwillige Feuerwehr Rauenberg, Abteilung Rotenberg mit RAU 2/48
-Freiwillige Feuerwehr Rauenberg, Abteilung Malschenberg mit RAU 3/19, RAU 3/42
-Werkfeuerwehr der Heidelberger Druckmaschinen AG mit HDM 10, HDM 44-1, HDM 47
-Werkfeuerwehr des Psychatrischen Zentrums Nordbaden mit PZN 10
-Berufsfeuerwehr Heidelberg mit HD 1/24, HD 1/65-1
-Freiwillige Feuerwehr Leimen mit 1/19-1
-Kreisbrandmeister Peter Michels mit RNK 10-1
-Stellvertretender Kreisbrandmeister Axel Schuh mit RNK 11-1
-Rettungsdienst
Pressebericht von Dr. Anton Ottmann
Brand in Dielheim
Samstag, 7.59 Uhr, die Dielheimer Feuerwehr wird von der Leitstelle in Ladenburg alarmiert. In der Mühle in Dielheim hatte ein Mitarbeiter in einem Getreide-Silo Rauchbildung entdeckt. Fünf Minuten später war das erste Fahrzeug vor Ort.
Es wurde ein Schwelbrand festgestellt, der im Extremfall speziell im Falle einer Mühle eine Staubexplosion auslösen kann. Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten dämmten den Brand sofort mit Kohlendioxyd ein. Wasser darf hier nicht zum Einsatz kommen, da die Gefahr besteht, dass die Silage hierdurch aufquillt. Gleichzeitig wurden die Feuerwehr Horrenberg-Balzfeld, die Betriebsfeuerwehren der Heidelberger Druckmaschinen, des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden und die Feuerwehren der Gesamtgemeinde Rauenberg alarmiert. Auch die Berufsfeuerwehr Heidelberg rückte mit einem Löschzug und 400 Litern Kohlendioxyd für den Notfall an und die Werkfeuerwehr Freudenberg aus Weinheim war mit 840 kg Kohlendioxyd einsatzbereit auf ihrer Wache.
Zum Einsatz kamen schließlich 200 Liter der örtlichen Wehren, auch diese hatten noch eine Reserve von 240 Liter. In einer Schlauchleitung wurde das Kohlendioxyd in den Silo transportiert. Da es schwerer als Luft ist, konnte so der schwelende Inhalt abgedeckt und die Sauerstoffzufuhr unterbrochen werden. Danach musste der Silo-Inhalt mit einer „Schöpfkelle" hochgeholt, ins Freie gebracht und dort noch glühende „Nester" gelöscht werden.
Insgesamt waren 17 Fahrzeuge und 66 Feuerwehrleute im Einsatz, außerdem das Deutsche Rote Kreuz mit einem Rettungswagen und vier Helfern. Verletzte gab es zum Glück nicht und auch der materielle Schaden hielt sich in Grenzen. Dem Dielheimer Feuerwehrkommandanten Günter Miksch als Einsatzleiter standen Kreisbandmeister Peter Michels und Stellvertreter Axel Schuh beratend zur Seite und auch Bürgermeister Hans-Dieter Weis vergewisserte sich, dass alle notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Feuers ergriffen worden waren.
Wie die RNZ im Gespräch mit Günter Miksch und dem Mühlenbesitzer Bernd Ebert erfuhr, wurde der Brand durch einen defekten Temperatursensor verursacht. Dieser hatte den Staub in der Umgebung entzündet. Beide Gesprächspartner konnten im Nachhinein feststellen, dass zu keinem Zeitpunkt die Gefahr eines größeren Brandes bestand, und dass die Feuerwehr schnell vor Ort war und den Brandherd effizient und umsichtig bekämpfte. Von großem Vorteil war, dass sich die Dielheimer Feuerwehr auf dem Gelände gut auskannte, da sie in der Vergangenheit hier schon mehrfach Übungen durchgeführt hatte. Ebert erklärte, dass er zusätzlich zu den bisher schon umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen weitere ergreifen werde, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederhole. Auf jeden Fall wird im Betrieb rund um die Uhr gearbeitet und es sind immer Mitarbeiter auf dem Gelände, so dass in jedem Fall eine frühzeitige Alarmierung gewährleistet ist.


